Angeln in Schleswig-Holstein - Barsch

Angeln in Schleswig-Holstein - Barsch

Angeln in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein ist das nördlichste Bundesland Deutschlands und wie sein Nachbar Dänemark mit vielen guten Angelgewässern gesegnet. Wie Dänemark auch hat Schleswig-Holstein, das Land zwischen den Meeren, die Ostsee, die Nordsee und viele interessante Flüsse und Bäche und Seen als Angelgewäser zu bieten.

Meeresangeln in Schleswig-Holstein
Der Meeresangler hat in der Ostsee die Wahl zwischen Brandungsangeln auf Plattfische und Dorsche, dem Meerforellenangeln mit Blinker/Wobbler und Fliege, im Frühjahr dem Angeln auf Heringe vom Ufer oder vom Boot aus und dem Angeln von einem der vielen Angelkutter, die von den Häfen auf Dorsch auslaufen.

Die Meerforelle kommt an der gesamten Küste vor, gute Stellen sind überall dort, wo der so genannte Leopardengrund vorhanden ist, also ein Mix aus Sandflächen, Steinen und Tangfeldern. Kommt noch eine Strömung dazu, hat man einen Hot Spot gefunden. Je nach Jahreszeit und persönlichen Vorlieben werden Streamer, schlanke Blinker oder Küstenwobbler eingesetzt. Die besten Monate sind im Frühjahr und Herbst, dann können wahre Sternstunden erlebt werden.

Auch für Plattfische sind die kälteren Monate die besten, dann werden Scholle, Flunder und Kliesche und an einigen Stellen sogar Steinbutt erbeutet. Beim Brandungsangeln benötigt man dafür eine lange Brandungsrute mit passender Rolle und Schnur, verschiedene Paternoster und Wattwürmer, Seeringelwürmer. Garnelen und/oder Fischfetzen. Erfolgreich sind auch Cocktails aus den vorgenannten Zutaten. In der Abenddämmerung und nachts werden zudem Dorsche gefangen.

Wenn sich im Frühjahr das Wasser erwärmt, kommt der Hering, um zu laichen. Dann tummeln sich dicht an dicht die Angler an den bekannten Heringsplätzen, wie z.B. in Kappeln an der Schlei, im Kieler Hafen oder auch im Flensburger Hafen. Auch auf dem Wasser herrscht dann ein reger Verkehr von Anglern mit Kleinbooten.

Das ganze Jahr über fahren in Schleswig-Holstein Kutter zum Pilken auf Dorsche aufs Meer hinaus. Die Kosten sind erschwinglich und der Skipper hat eine gute Nase für den Fisch. Große Dorsche jenseits der 20 Pfund Marke werden zwar mehr in den kälteren Monaten gefangen, aber die Chance auf einen Brummer ist das ganze Jahr über vorhanden. Im Sommer kommen noch Makrelen hinzu, deren bestand seit einigen Jahren wieder besser wird.

Das Angeln in der Nordsee ist von den Gezeiten abhängig. Gefangen wird bei auflaufendem Wasser und bei Stauhochwasser, dem Höhepunkt der Tide. Bevorzugte Plätze sind Molen, von denen man noch am ehesten tieferes Wasser erreicht. Zielfische sind Plattfische und im Hochsommer die inzwischen reichlich vorhandenen Meeräschen, die man dabei beobachten kann, wie sie Algen in den Häfen von den Spundwänden oder von den Steinen der Molen abweiden. Allgemein sind die Verhältnisse im Meer, vor allem beim Hochseeangeln, in Dänemark besser. Reviere wie das Weiße Riff oder das Gelbe Riff hat Schelswig-Holstein einfach nicht zu bieten. In der Deutschen Bucht ist es einfach zu flach und zudem fehlen große Riffe in denen sich die Fische verstecken könnenfast gänzlich (Ausnahme: Helgoland).

Süßwasserangeln in Schleswig-Holstein
Der Nord-Ostsee-Kanal ist ein Angelgewässer mit ganz eigenem Flair. Er verbindet die Ostsee bei Kiel mit der Nordsee bei Brunsbüttel. Dementsprechend ist das Wasser brackig. Auf der ganzen Strecke ist er top für Weißfische und Aale, im April für Heringe. Ansonsten werden hier Zander gefangen und an einigen Strecken auch Karpfen. Im Mündungsbereich bei Kiel gehen auch Meerforellen, Plattfische und Dorsche an den Haken.

Aber auch die Seen und Flüsse in Schleswig Holstein haben es in sich, das Angeln lohnt sich fast überall. Seit vielen Jahren werden Lachse und Meerforellen wieder angesiedelt – mit gutem Erfolg. Man sollte sich als Inhaber einer Gastkarte an die Fangbegrenzungen halten, um auch in den kommenden Jahren den Bestand zu erhalten. Bachforellen und Regenbogenforellen kommen ebenfalls in vielen Fließgewässern vor und erreichen schöne Größen.

Viele Flüsse sind auch gute Reviere für Hecht, Zander, Karpfen, Graskarpfen, Rotaugen, Rotfedern, Barben und andere Weißfische. Gute und bekannte Gewässer sind z.B. die Treene, die Eider, die Sorge, die Schlei und die Stör.

Von den vielen Seen in Schleswig Holstein sind vor allem der Plöner See und der Ratzeburger See bekannt, es gibt aber noch eine Vielzahl weiterer, wie z.B. der Wittensee, der Westensee, der Bistensee und die Preetzer Seen. Überall reichlich vorhanden sind Weißfische, Karpfen und Barsche. Hechte und Zander kommen ebenfalls vor und erreichen in einigen Seen mitunter kapitale Größen, meist benötigt man aber ein Boot für diese Fischarten.

Schleswig-Holstein hat deutlich mehr zu bieten, als nur Transitland für Dänemarkurlauber zu sein. Es lohnt sich, einmal Station zu machen und das Land näher kennen zu lernen. So mancher Urlauber spart sich dann desöfteren einmal den weiten Weg gen Norden.